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Lexikon | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Kurz besprochen:Aus jedem Dorf ein Hund

Ein Kanadier in Paris

John Glassco: Die verrückten Jahre. Abenteuer eines jungen Mannes in Paris. Hanser, 336 S., € 22,10

Mit dem Entschluss, Schriftsteller zu werden, ging der 18-jährige Kanadier John Glassco 1928 nach Paris. Freilich war es in der europäischen Metropole „weitaus interessanter, den Schriftsteller zu spielen“, als die unsäglichen Mühen auf sich zu nehmen, einer zu werden. So bleiben die guten Vorsätze zwischen den Bars von Montparnasse, etlichen Liebschaften und Bordellen auf der Strecke: „Ich fühlte mich keiner Sache verpflichtet, außer vielleicht der vagen Vorstellung, auch weiterhin nicht engagiert zu sein.“

Zum Zeitvertreib diskutiert der Lebemann mit Gertrude Stein (eine „rhombenförmige Frau“), Ernest Hemingway („fast so unattraktiv wie seine Erzählungen“) oder James Joyce („reserviert, charmant, stilvoll, seine Stimme Musik“). Erst nach Einstellung der väterlichen Unterstützung ist er gezwungen,


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