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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Diese Kolumne ist an mir hängen geblieben, denn diese Kolumne ist vermintes Gelände. Wer sie schreibt, muss über große Erfahrung und Taktgefühl, über eine Engelsgeduld und eine dicke Haut verfügen. In diese Kolumne wollen alle rein, bloß nicht mit der Wahrheit. Man kann für jede Ausgabe mit mindestens einem Gegendarstellungsbegehren rechnen. Am besten sind die Kolleginnen und Kollegen, die etwas richtigzustellen wünschen, das nie behauptet wurde. Never ever etwa wurde die geschlechtliche Identität von Stefan „The Dude“ Apfl infrage gestellt, der aber am vergangenen Montag wirklich nicht in der zu diesem Zeitpunkt in der Tat „männerfreien“ Politikredaktion anzutreffen war, ebenso wenig wie Florian „Father of Twins“ Klenk, die nun glücklicherweise wieder beide im Hause sind, was aber keineswegs besagen will, dass es mit Ingrid Brodnig, Nina Horaczek und Julia Ortner nicht auch total schön gewesen ist und diese keinen super Job gemacht haben, ja in bestimmten Belangen sicher sogar supriger sind als ihre Kollegen von der xy-Fraktion, die wiederum ganz gewiss in anderen Belangen die Nase oder was auch immer vorne haben.

Ich hoffe, es ist im Sinne aller, wenn ich sage, dass sich Frauen und Männer (wenn ich diesen dogmatischen Geschlechterdimorphismus salopperweise mal so stehen lassen darf) toppest ergänzen. Insbesondere ist dies auf dem Gebiet der Autoinfantilisierung durch die jüngste Kommunikationstechnologie der Fall. „Da schau“, ruft Klenk, der jetzt auch ein iPhone hat, mit glänzenden Augen aus. „Das hat mir die Brodnig gezeigt: Wenn ich da draufdrücke, wackelt’s!“


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