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Falter & Meinung | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Einwanderung, Migration, Flucht: Das Thema prägt diesen Falter. In Deutschland mag Thilo Sarrazin gegen unintelligente Muslime wettern, Wien tickt, zumindest hinter den Kulissen des Polittheaters, anders. Im Wien-Wahlkampf entdecken alle Parteien erstmals das enorme Wählerpotenzial der Migranten. Barbara Tóth, die aus ihrer Babykarenz zurückkehrt, und Stefan Apfl haben die neuen Strategien der Parteien erkundet und kommen zu überraschenden Erkenntnissen (Seite 10). Die Zeichnung von Andrea Maria Dusl zu diesem Text zählt wohl zu ihren besten Arbeiten.

Nina Horaczek steuert eine traurige Einwanderungsgeschichte bei. Ein 16-jähriger Asylwerber aus Afghanistan wurde nicht nur in Schubhaft gesteckt, sondern dort auch sich selbst überlassen. Er nahm sich das Leben (Seite 14).

Auch Ingrid Brodnig spürt skandalösen Zuständen nach. Im Rahmen eines EU-Projekts bereiste sie einen Sweatshop. Allerdings nicht in China, sondern nur ein paar hundert Kilometer von Wien entfernt, in Pilsen (Seite 16).

Einen besonders berührenden Text finden Sie im Medienressort. Sibylle Hamann las die Autobiografie von Natascha Kampusch und besuchte ihre Buchpräsentation. Hamann war von der Art, wie das widerspenstige Opfer die heimischen Medien beschämte, beeindruckt (Seite 22). Red


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