Glosse

Nach Eva Glawischnig darf nun auch Josef Pröll traurig sein

Wien-Wahl

Falter & Meinung | Nina Horaczek | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Der Himmel weint. Blitz und Donner schicken ihre böse Energie auf die schöne Josefstadt hinab. Verschreckte Hofratswitwen klammern sich an rosagefärbte Pudeldamen. Aus dem fernen Niederösterreich schallen Wehgesänge bis tief hinein in Ursula Stenzels Innenstadtreich. ÖVP-Chef Josef Pröll, vom Sturm zerzaust, klammert sich an seinen Chefsessel.

Die ÖVP ist gespalten, die Wahl verloren, die Zukunft besiegelt. Ade, du schwarzer Bundeskanzler! Das Reich der Schwarzen geht unter, der Sozialismus hat gesiegt. Schuld ist schon wieder die Josefstadt. Dort wird’s jetzt nämlich echt bunt. Und das nicht nur für die Grünen. Die Bezirkspolitikerin Doris Stark wechselte von der ÖVP zur Liste „Echt grün“, die sich vorher von den Grünen abgespaltet hat. Und Josef Pröll kann gemeinsam mit Eva Glawischnig weinen.


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