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Bücher, entstaubt

Politik | Rosemarie Pilz | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Vom Recht auf Faulheit

Nehmen wir die Debatte um die Überstundenreduktion her. Sie lässt vor allem Online-Poster zu Hochformen auflaufen. Denn ob sie es bloß in ihrer Freizeit tun, ist ungewiss. Gewiss ist, die Debatte währt seit mehr als 100 Jahren. Als Streitschrift gegen das Recht auf Arbeit veröffentlichte Paul Lafargue, Schwiegersohn von Karl Marx, 1883 „Das Recht auf Faulheit“. Muße und Freiheit im Angesicht von Reallöhnen und Arbeitsbedingungen: Durch die historische Distanz lassen sich gegenwärtige Arbeitszeitdebatten auf anregende Weise reflektieren – der Rückblick als Ausblick.

Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit. Widerlegung des „Rechts auf Arbeit“ von 1848. 1883, Alibri Verlag, 100 S., € 10,30


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