„Fernsehen ist wie Fastfood“

Medien | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Der neue ORF-Radiodirektor Karl Amon über Männerfreundschaften, die soziale Ader des ORF und kalte Nächte in Südafrika

Interview: Nina Horaczek, Julia Ortner

Karl Amon, 60, hat es geschafft. Nach einem Politstreit zwischen SPÖ und ÖVP ist der TV-Chefredakteur vergangene Woche zum neuen Radiodirektor gekürt worden – er gilt als Wunschkandidat der SPÖ. Amon empfängt den Falter noch in seinem alten Büro am Küniglberg.

Falter: Herr Direktor, sind Sie ein guter Freund?

Karl Amon: Privat bin ich ein Freund zu meinen Freundinnen und Freunden, beruflich aber ein totaler Gegner der Ableitung Freunderlwirtschaft. Ich bin auch deswegen Journalist geworden, um genau diese Freunderlwirtschaft zu bekämpfen.

Der „Standard“ hat Sie aber als Journalisten beschrieben, dessen Karriere von Männerfreundschaften begleitet wurde. Zuerst mit ORF-Infodirektor Elmar Oberhauser, dann mit SPÖ-Kanzler Werner Faymann.

Amon: Bei dieser Standard-Geschichte war fast nichts stimmig. Wer mich und meine Geschichte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige