Die fetten Jahre sind nicht vorbei

Feuilleton | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Die Herbstkinoffensive beweist: Um den heimischen Film braucht man sich keine Sorgen zu machen

Dass an außergewöhnlich interessanten österreichischen Spiel- und Dokumentarfilmen zurzeit kein Mangel herrscht, ist natürlich erfreulich. Dass sie nun alle im letzten Quartal des Jahres ins Kino drängen, hilft allerdings kaum, ihnen die verdiente Aufmerksamkeit zu sichern. Daher unser Tipp: Beginnen Sie mit der Sichtung des heimischen Schaffens sobald als möglich – bevor sie in wenigen Wochen vom „Viennale“-Strudel eingesaugt werden.

„Einmal mehr als nur reden“

So könnte auch ein Entwicklungshilfe-Actionfilm aus den 80ern beginnen: Zu ominös rauschender Klangkulisse fassen Titel auf schwarzem Grund die bewegte Geschichte Nicaraguas zusammen. Die linksgerichtete sandinistische Befreiungsfront vertreibt 1979 Diktator Somoza. 1981 beginnen die Guerillaangriffe der Contras, die mit US-Hilfe die neue Regierung stürzen wollen. Dann: „Auf der Suche nach Beistand wenden sich die Sandinisten


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