Ornament und Verbrechen

Feuilleton | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Graffitikünstler haben die Wahl zwischen Knast und Museum

Recherche: Matthias Dusini

Graffiti ist wie Heavy Metal. Beides wird von einer eingeschworenen Gemeinde überwiegend männlicher Jugendlicher am Leben gehalten. Alles ist gleich, alles bleibt gleich – und macht einen Höllenspaß. Während man sich dem Konsum von Heavy Metal aber durch Abstinenz entziehen kann, gibt es vor der steigenden Präsenz von Graffiti im öffentlichen Raum kein Entrinnen.

Die Kaimauern des Donaukanals, ÖBB-Züge, Naschmarktstände oder der eigene Hauseingang: Überall grüßen den Passanten Schriftzüge, die nicht viel anders aussehen als in New York City um 1980, als die Kunst aus der Spraydose zum ersten Mal mediale Aufmerksamkeit auf sich zog.

In der Kunsthalle Wien laufen derzeit Ausstellungen über die New Yorker Künstler Jean-Michel Basquiat und Keith Haring (siehe auch Falter 22/10), die ihre kreativen Wurzeln im Graffiti haben. Von Basquiat ausgehend führt die Ausstellung „Street and Studio“


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