Nüchtern betrachtet

Ich bin verlässlich, aber nicht berechenbar

Feuilleton | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen“, spricht der arme Bert Brecht kokett zu den Frauen. Klar, ein Dichter kann solche Sprüche ablassen und kriegt dann auch noch das Bier bezahlt und Geschlechtsverkehr geschenkt. Als Spendenkeiler für den Samariterbund kommt man damit aber nicht weit. Ich liege professionsmäßig wohl irgendwo dazwischen, aber ich möchte eher als einer gelten, auf den man bauen kann. „Ein Narr aber hat auf Sand gebaut“ haben wir schon im Kindergottesdienst immer gesungen und uns dazu mit dem Vogelzeigefinger an die rechte Schläfe getippt (Linkshänder an die linke), weil der rechte Christenmensch seinen Baugrund sorgfältiger wählt und, metaphorisch gesprochen, auf Jesus baut, der, metaphorisch gesprochen, der Fels ist. Nun darf man sich natürlich nicht mit einem Fels und ergo Jesus vergleichen, aber man könnte vielleicht sagen: „Auf mich ist besser


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige