Freitag war gestern

Stadtleben | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Die Freitag-Tasche ist das Großstadt-Accessoire schlechthin. Nun haben die Brüder Freitag ihr Produkt neu erfunden. Auweia!

Reportage/Interview: Christopher Wurmdobler

Sie riecht unangenehm nach Kunststoff, ist schwer, spröde, manchmal sogar unpraktisch, aber immer ein Einzelstück. Meist ziert ihre oft schäbige Oberfläche das Fragment eines Firmenlogos. Das steht für: Haltung, Individualität, Urbanität. Genau deshalb war die Freitag-Tasche fast zwei Jahrzehnte lang das wichtigste Accessoire kreativer Großstädter, aufgeschlossener Grün-Wähler, modischer Einzelgänger und stilbewusster Menschen weltweit. Man darf auch Bobo-Tasche zu ihr sagen, denn die Schweizer Umhängetasche aus recycelter Lkw-Plane und die bourgeoisen Bohemiens, die gehören zusammen; kein Tag ohne Freitag!

Zigtausendfach verkauften und verkaufen sich die robusten Planentaschen mit dem Sicherheitsgurtriemen, für deren erstes Exemplar 1993 die messenger bag, der Radbotenrucksack, Vorbild war. Dann lief alles


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