Das probabilistische Element

Stadtleben | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Der wortgewandte Analytiker Alfred Tatar trainiert jetzt den First Vienna FC

Porträt: Daniel Nutz

Vielleicht waren es prophetische Fähigkeiten. Als Straßenmusikant saß Alfred Tatar einmal am Stephansplatz und blies auf seiner Mundharmonika das „Lied vom Tod“, als sein damaliger Trainer vorbeikam. Eine Woche später war der Trainer gefeuert. „Leider, er war ein Guter, der eine Zeitlang keinen Erfolg hatte“, erzählt Tatar aus seiner Sturm- und-Drang-Phase als Jungprofi beim Wiener Sportclub, die ihm neben lackierten Fingernägeln und wallendem Haar den Ruf des Anarchos und Freaks einbrachte.

Fast 30 Jahre später sitzt auf der Tribüne der Hohen Warte ein zurückhaltender Mann, der selbst Trainer wurde und über sein jugendliches Ungestüm schmunzelt. „Meine Handlungen hatten keinen tieferen Sinn. Ich war einfach deppert“, sagt der 47-Jährige, der es trotz großartigem Talent als Aktiver doch nur bis Sportclub, Vienna und St. Pölten brachte, neben seiner Profikarriere aber


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige