Prost!

Büffel und Gras sind die besten Zutaten für diesen Wodka

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Büffelgraswodka

Stadtleben | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Angesichts der kühlen Wetterlage bekommt man wieder eine Idee davon, wie es sein wird, wenn die Tage kürzer werden. So mancher schwelgt bereits bei dieser Vorstellung in trüben Gedanken. Eine spätsommerliche Depression ist aber deswegen nicht angebracht. Das zugegebenermaßen sonst recht schlechte Gedächtnis für vergangene Wetterlagen lässt in Erinnerung rufen, dass es im Jahr 2009 einen wahrlich prächtigen November gab. In der 246-jährigen Wetteraufzeichnung der Zamg lag betreffender Monat auf Platz elf.

Nun, ob es dieses Jahr wieder so sein wird oder nicht – ein wenig kann man nachhelfen, sollte womöglich die diesjährige Kälte zu schnell in das Innere vordringen. Die trinkbare, in Maßen zu genießende Lösung heißt Büffelgraswodka, eine polnische Erfindung. Kennzeichen dieser feinen Spirituose, aus Getreide destilliert, ist der Grashalm aus den Weiten der polnischen Region Bialowieza, der in jeder Flasche steckt und der Flüssigkeit eine zartgrüne Farbe verleiht. Die bekanntere Sorte heißt Grasovka. In Wien sieht man diesen in manchem polnischen Spezialitätengeschäft, aber auch im gut sortierten Supermarkt.

In Polen ist die Kombination mit Apfelsaft sehr beliebt. Aber Vorsicht, die Tücken dieses Getränks werden dadurch verschleiert. Laut der Fachfrau eines Geschäfts im achten Bezirk handelt es sich hierbei um ein „gesundes Getränk“. Man muss dazusagen, dass in der Auslage des Ladens Wodkaflaschen standen, die die Form von Schnellfeuerwaffen hatten . MS


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