Kochen mit Ausblick

Stadtleben | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Ist das die neue Form von Rave? Die Künstlerin Nives Widauer lädt zum Spontanbrunch

Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner

Not Eating Out! Nein, auch wenn es sich auch fürs Erste so anhören mag: „Not Eating Out“ entstammt keineswegs dem Jargon der Prekariatsknechte. Der Slogan steht vielmehr für eine Lebenshaltung, die auch in „besseren“ urbanen Kreisen zunehmend Resonanz zu finden scheint. Man kocht schlicht selbst für Freunde und Fremde, an lizenzierten und nicht lizenzierten Orten. Die Protagonisten dieser Szene bezeichnen sich selbst als Foodies, und die Szene hat ihre klar umrissenen Dogmen, ihre It-Places, ihre Must-haves, wie unlängst in einem erhellenden Artikel in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war. Selbstgemachte Marmeladen beispielsweise gehören zum Basisinventar der Brooklyner Community. Bösmeinende mögen von einem folkloristischen Backlash sprechen, manche Anhänger dieses Trends sehen darin eine neue Form von Rave.

Dass der Falter diesmal keinen Spitzenkoch,


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