„Der Styria soll es weiter gut gehen“

Steiermark | aus FALTER 37/10 vom 15.09.2010

Konzern-Chef Horst Pirker nimmt wegen strategischer Differenzen überraschend den Hut

Bericht: Thomas Wolkinger

Man solle aus seiner Antwort keine Rückschlüsse auf die künftige Strategie der Styria ziehen können, sagt Horst Pirker auf die Frage, warum er ab 30. September nicht mehr Vorstandsvorsitzender der Styria Media Group sein wird. Die offizielle Begründung: Zwischen Pirker, der das Unternehmen als Vorstand ab 1999 vom regionalen Verlagshaus zur millionenschweren „Content Company“ formte, und dem Aufsichtsrat habe es „unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung“ gegeben. „Das Unternehmen soll nicht berechenbar werden. Wir wollen ja, dass es der Styria weiterhin gut geht“, sagt Pirker, der über seine berufliche Zukunft erst entscheiden will. Mit etwaigen Abgängen bei der Presse hätten die Differenzen nichts zu tun, auch nicht mit der gescheiterten Fusion der Styria mit der Moser Holding Ende 2009. Die Presse werde heuer, so der gebürtige Kärntner, sogar ein „überraschend gutes Ergebnis“ ausweisen. Wie im Übrigen der gesamte Konzern, der 2008 mit der Cash Cow Kleine Zeitung und mit mehr als hundert Print-, Radio- und Verlagsbeteiligungen in Österreich und Südost-Europa einen Gesamtumsatz von 486 Millionen Euro erwirtschaftete.

Eine gewisse, keine überragende Rolle habe aber der lange geplante Neubau eines Konzern-Headquarters gespielt, bestätigt Pirker. Schließlich sei die Entscheidung auch nicht erst diesen Montag gefallen, sondern von langer Hand vorbereitet gewesen. Der Organist und frühere Bischofssekretär Johann Trummer – Styria-Aufsichtsratschef sowie Vorsitzender der Stiftung, in deren Eigentum die gesamte Styria steht – bedauerte Pirkers Entscheidung.


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