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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Wie an dieser Stelle eventuell schon einmal angedeutet wurde, ist es nicht ganz leicht, die Kolleginnen und Kollegen, die per definitionem die Hauptrolle im kleinen Kosmos dieses Kästchens spielen, vollständig zufriedenzustellen. Die soeben verwendete rhetorische Figur heißt übrigens Litotes, wird meist ironisch eingesetzt und will, in den Klartext eines hyperbolischen Vergleichs übersetzt, besagen, dass es leichter ist, ein friedliches Softballturnier zwischen Mossad und Hamas zu organisieren, als meine Kolleginnen und Kollegen zufriedenzustellen. Wer diese tendenziell für eine Bande besserwisserischer Mimosen hält, liegt (Litotes-Alarm!) nicht ganz falsch. Das mag erklären, warum ich mich gezwungen sehe, mit Namensnennungen ab sofort extrem vorsichtig umzugehen, und mich diesmal überhaupt nur als Mentalcoach und Mitglied der Laufgemeinschaft Bleiwüste zu Wort melden möchte.

Vom großen Erfolg beim Vienna City Marathon beflügelt (Ergebnis unter Startnummer 2375 online einsehbar), bekundeten meine Mitläufer den festen Entschluss, ab sofort nach Weiterem zu streben und im September zum Halbmarathon in der Wachau anzutreten. Dies ist qua Versäumen der Anmeldefrist klar missglückt. Die Burschen "wollen" jetzt in Graz "teilnehmen". Es wird ausgehen wie das Hornberger Schießen. Aus diesen Gründen sehe ich keine andere Wahl, als das Laufkombinat Walk On By zu reaktivieren, in dem noch eine Professionalität geherrscht hat. Ich entschuldige mich bei Tex Rubinowitz, dass ich ihn nicht rechtzeitig informiert habe. Nächster Halber dann halt in Hallstatt.


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