Schwarzer Marsch und roter Schlager

Falter & Meinung | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Die Großparteien inszenieren in der Steiermark das letzte Gefecht. An den wirklich großen Aufgaben scheitern sie

Kommentar: Thomas Wolkinger

Sollte es noch irgendwelche Zweifel an der ausgeprägten Steirerhaftigkeit der Steiermark gegeben haben, sie dürften nach diesem Wahlkampf zu den Landtagswahlen am 26. September, der als Stadlwahlkampf in die an Politfolklore ohnehin nicht arme Geschichte des Landes eingehen wird, ein für alle Mal ausgeräumt sein.

So viel Heimat war selten, so viel Trachtenseligkeit, so viel Schlagerherrlichkeit. Die ÖVP setzte zur Stimmungsaufhellung auf die Seer, die SPÖ auf die Jungen Paldauer.

Während ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer im Nahkampf gerne einmal zum Taktstock griff, um einen Marsch zu dirigieren, gab SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves wie gehabt Lieder zur Gitarre. Ein Unentschieden an der Heimatfront, sozusagen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden großen Parteien sagen auch alle Umfragen voraus, die über die letzten Monate veröffentlicht wurden.


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