Wer nichts verdient, muss auch nichts zahlen

Politik | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Im Streit um Studiengebühren wird immer auf das Modell Australien verwiesen. In der Tat könnte Österreich davon lernen

Bericht: Ingrid Brodnig

Sind Studiengebühren der einzige Ausweg? Oder Teufelszeug? Das Semester beginnt, die Audimaxisten bereiten sich erneut auf Demonstrationen vor und die Koalitionsparteien streiten um eine Ideologiefrage. Für Wiens Bürgermeister Michael Häupl wäre die Einführung von Studiengebühren ein "Verrat an Bruno Kreisky", dem linken Reformer. Die schwarze Wissenschaftsministerin Beatrix Karl wiederum fragt: "Wie kommen Arbeiter dazu, das Studium der Betuchten zu finanzieren?"

Dabei gäbe es gute Erfahrungen aus dem Ausland, wie Studienbeiträge aussehen und welche Gefahren entstehen können. Australien ist hier ein Vorreiter, 1989 führte eine sozialdemokratische Regierung Gebühren ein, gleichzeitig schuf sie ein Darlehensystem. Wer studieren will, kann unverzinst Schulden aufnehmen und muss diese erst zurückzahlen, wenn er entsprechend verdient. Von


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