Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Auch der Swatch-Chef hat diese Asylpolitik satt und geht demonstrieren

Diesmal kamen nicht nur die üblichen Verdächtigen, die Flüchtlingshelfer, Gewerkschafter und Künstler. Als vergangenen Samstag vor dem Heldentor gegen die Bildungs- und Asylpolitik demonstriert wurde, trat auch Rudolf Semrad, Generaldirektor der Swatch Group Österreich, auf. "Ich habe gelernt, dass jeder Mensch verantwortlich ist für das, was er sagt. Aber er ist auch verantwortlich für das, was er nicht sagt", meinte er. Semrad gehört der Initiative "Machen wir uns stark" an. Laut Polizei nahmen an ihrer Demo 2200, laut den Veranstaltern 7000 Leute teil. Keine Frage, es hätten ruhig mehr sein können. Dem Unternehmer jedenfalls war der öffentliche Auftritt ein Anliegen. "Ich bin nicht der große Bildungs- oder Asylexperte", sagte er, doch hier liefe eindeutig etwas falsch. Semrad kam als Privatperson auf die Demo, er findet es wichtig, dass sich Vertreter der Wirtschaft einschalten: "Wir werden vielleicht eher gehört und nicht als Marxisten abgestempelt."


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