Technik

N8: Der S-Klasse-Mercedes unter den Smartphones

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Prüfbericht: Thomas Vasek

Wie erobert man den Smartphone-Markt? Möglichkeit 1: Man ist Steve Jobs. Möglichkeit 2: Man packt in ein Gerät einfach alles an verfügbarer Technik rein. So macht es der Finne. Was dabei herauskommt, hört auf den fantasievollen Namen "N8" und ist eine Art S-Klasse-Mercedes unter den Smartphones. Europäische Wertarbeit plus Vollausstattung gegen kalifornische Spielerei und Lässigkeit. Damit ist über Nokias neues Flaggschiff auch schon fast alles gesagt.

Mit dem Gehäuse fängt es schon an. Aluminium durch und durch, hochwertig und grundsolide. Satte 16 Gigabyte Speicher. 12-Megapixel-Kamera, die auch HD-Video kann, plus Xenon-Blitz. Natürlich GPS und Wlan, sogar Navigation. Vor allem aber das neue, für Touchscreens optimierte Betriebssystem Symbian 3. Endlich funktioniert mal ein Nokia-Touchscreen so, wie man sich das heute eben von einem Touchscreen erwartet, zügig und ruckelfrei - und nicht etwa wie auf meinem alten N97, auf dem ich jede Fingergeste dreimal machen muss. Sogar eine Bürosoftware haben die Finnen dem N8 (rund 450 Euro) spendiert. Ausstattungsmäßig fehlt dem Gerät eigentlich nur ein 500-PS-V8-Motor, für alle Fälle. Und die Innovationen? Ah, der HDMI-Anschluss! Damit kann man das N8 an den Fernseher anschließen - und beispielsweise das mitgelieferte Game auf der Glotze spielen. Oder der USB-to-go-Adapter, mit dem man das Handy etwa als Backupspeicher für die Digitalkamera verwenden kann. Fantastisch! Kurz gesagt, das Teil rockt. Als überzeugter Europäer unterstütze ich die N8-Initiative, schon wegen der Arbeitsplätze.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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