Psychedelischer Urwald im jiddischen Kellerkabarett

Feuilleton | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Wie werden Skateboardfahrer zu Fans der Wiener Werkstätte? Der Europäische Tag des Denkmals weiß die Antwort

Reportage: Matthias Dusini

Spannende Führungen beginnen so: "Das ist Hans Mosers erste Bühne gewesen." Oliver Schreiber vom Bundesdenkmalamt (BDA) steht im Keller der Annagasse 3a und erklärt eines der Bauwerke, die im Rahmen des Europäischen Tags des Denkmals am 26.9. in ganz Österreich zugänglich gemacht werden.

Es handelt sich um einen vergessenen Ort der Wiener Theatergeschichte, der 1910 unter den Namen "Max und Moritz" eröffnet wurde.

Die Größen des Kabaretts der Zwischenkriegszeit, etwa Fritz Grünbaum und Armin Berg, traten hier auf. Nach dem Krieg musizierte in dem Lokal der Jazzmusiker Fatty George, ehe es in einen Abstellraum umfunktioniert wurde.

Nun sind die Bühne, der eiserne Vorhang und der Orchestergraben wieder sichtbar. Was diesen Ort aber so besonders macht, sind die Tapeten der Marke Brazil, ein exotisches Ornament mit einer fast psychedelischen Farbwirkung.


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