Brachen, Bauschutt, Barrikaden

Feuilleton | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Das Interesse am urbanen Raum verbindet die so ungleichen Künstlerinnen Lara Almarcegui und Phyllida Barlow

Ausstellungskritik: Nicole Scheyerer

In Wien sind derzeit Werkschauen zweier Künstlerinnen zu sehen, deren Karrieren nicht unterschiedlicher sein könnten. Die aus Saragossa stammende Lara Almarcegui, die in der Secession ausstellt, darf getrost als "Biennale-Künstlerin" bezeichnet werden. Liverpool, São Paulo, Athen, Shenzen und Moskau zählen zu dem guten Dutzend von Metropolen, in denen die 38-Jährige in nur sieben Jahren vertreten war.

Im Vergleich dazu ist die Ausstellungsliste der fast um 30 Jahre älteren Phyllida Barlow bei Bawag Contemporary fast peinlich kurz. Ihr Werk wurde erst kürzlich entdeckt, nachdem Barlow nach 44 Jahren Kunsthochschulunterricht in Pension gegangen war. Dennoch teilen Almarcegui und Barlow eine große Leidenschaft: Im Zentrum ihrer Kunst steht die Stadt als soziale und ökonomische Größe ebenso wie als überformte Landschaft.

Trockenes Gras wächst

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