"Bevor ich SPÖ wähle, hacke ich mir die Hände ab!"

Steiermark | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Warum die Obersteiermark und Graz für den Landeshauptmann zur Zitterpartie werden

Analyse: Donja Noormofidi; Gerlinde Pölsler

Zur FPÖ bin ich gegangen, weil das die einzige Partei ist, die gegen die Ausländer was tut." So erklärt ein ehemaliger SPÖ-Wähler aus dem Bezirk Knittelfeld, warum die Roten seine Stimme nicht mehr kriegen. "Die Ausländer gehen stempeln, fahren trotzdem auf Urlaub und jeder hat einen Batzenwagen", glaubt der Mittfünfziger, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. "Und unsereiner hat zu kämpfen." Seine Frau und er sind krankheits- und unfallbedingt in Frühpension, zusammen bekommen sie gerade 1040 Euro im Monat. "Ich hasse die Ausländer", redet sich die Frau in Rage.

Mit dieser Stimmung dürfte das Paar in der Obersteiermark nicht allein dastehen. Bei den Gemeinderatswahlen im März musste die SPÖ in ihren Hochburgen wie den Städten Kapfenberg (minus 21 Prozentpunkte) und Bruck (minus zwölf) Federn lassen, abkassiert hat neben der FPÖ auch die

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