Eine herbst-Eröffnung in der "Maschinenhalle": Von der Virtuosität der Meta-Maschine

Steiermark | aus FALTER 38/10 vom 22.09.2010

Probenbesuch: Thomas Wolkinger

Entlang der Längsachse der List-Halle sind zwölf Podeste aneinandergereiht, eines für jeden Tänzer. Zu jeder Bühne gehört ein kleiner Monitor, der den Tänzern als "Lichtmetronom" dient, sowie ein Automatenklavier. Je höher die Frequenzen der Bewegung eines Tänzers am metallenen Bühnenboden, desto höher die am Klavier ausgelösten Töne. Ein ungeheuerlicher Anblick, eine gespenstische Klangkulisse, wenn sich die Körper nach genau getakteter Choreografie bewegen und dadurch "Klavier spielen". "Meta-Maschine" nennt der Computermusiker Winfried Ritsch, der seit Jahren mit Automatenklavieren experimentiert, die Versuchsanordnung, die gemeinsam mit der Choreografin Christine Gaigg, dem Komponisten Bernhard Lang und dem Bühnenbildner Philipp Harnoncourt entstand und die den diesjährigen steirischen herbst eröffnen wird.

Unter dem Motto "Meister, Trickster, Bricoleure" befasst sich der herbst heuer mit "Virtuosität", das passt von vornherein gut zur


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