Performance Festival

Push and Pull: Museum & Bühne, Tanz & Installation

Lexikon | Bettina Hagen | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Das Tanzquartier Wien startet heuer gemeinsam mit dem Museum moderner Kunst (Mumok) und der Reihe Push and Pull in den Herbst. Den ganzen Oktober hindurch wird entlang der verschwimmenden Grenzen zwischen Tanz, Performance und Installation eine Reihe von Projekten präsentiert. Da trifft es sich gut, dass die titelgebende Installation "Push and Pull" von Allan Kaprow (1963) aus der Mumok-Sammlung stammt und die Künstlerin Sarah Piece ihre Eröffnungsperformance "Future Exhibitions" darin ansiedeln kann. Die Ausstellung "Momente des Umschlags. Push and Pull" zur musealen Repräsentation von life art begleitet das performative Geschehen. Eröffnet wird allerdings im Tanzquartier mit der Performance-Oper "The History of Sexuality Vol. 1" - gespeist aus Leben und Werk Michel Foucaults - der New Yorker Gregg Bordowitz und Paul Chan sowie einem Künstlerfest rund um DJane Violetta Parisini.

Auf Mumok-Territorium kreieren Deufert & Plischke eine begehbare Installation, der der Mythos der Arachne zugrundeliegt. Die begabte Weberin hatte Athene zu einem Wettstreit herausgefordert und wurde von ihr in eine Spinne verwandelt. Seth Price und Kelley Walker bringen in "Freelance Stenographer" Videomaterial von so unterschiedlichen Events wie einer Bandprobe, der Rekonstruktion eines Oskar-Schlemmer-Stücks und einer Doku über das Online-Phänomen "Second Life" zusammen. Auch Andrea Geyer/Josiah McElheny, Florian Hecker und die neusten Videoarbeiten von Mike Kelley werden zur Verlebendigung des Museumsbesuchserlebnisses beitragen. Aufseiten des Tanzquartiers treibt Xavier Le Roy seine konzeptlastigen Forschungen mit "low pieces" voran, und zum Abschluss wird Lucinda Childs Stück "Dance" aus dem Jahr 1979 gezeigt.

Tanzquartier und Mumok, 1.-31.10.


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