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Kurz besprochen:Kraut und Rüben

Lexikon | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Nationalsozialismus

Birgit Schwarz: Geniewahn: Hitler und die Kunst. Böhlau, 397 S., ? 36,-

Birgit Schwarz zeichnet ein facettenreiches Bild von Hitler als "Kunstgenie" und der Rolle der Kunst im Nationalsozialismus. Dabei geht sie von Hitlers Lebensgeschichte aus, die sie als "Künstlerbiografie" rekonstruiert. Als die Nationalsozialisten im Jänner 1933 an die Macht kamen, entwickelte Hitler als "Baumeister des Dritten Reiches" ein besonderes Interesse an Museumsbauten. Am "Haus der Deutschen Kunst" in München, dem ersten Auftragsbau dieser Art, lässt sich die NS-Kunstpolitik besonders deutlich veranschaulichen: Jährliche Ausstellungen sollten einen Überblick über das "geniale" deutsche Kunstschaffen vermitteln, während in einem gegenüberliegenden Gebäude im Jahr 1937 "entartete Kunst" präsentiert wurde.

Brisante Themen wie den NS-Kunstraub bezieht Schwarz ebenso in ihre Studie ein wie die Entstehungsgeschichte von Hitlers privaten Gemäldesammlungen. Gleichsam im Vorbeigehen räumt


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