Aufatmen in der Emigration

Steiermark | Florian Labitsch | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Immer wieder hat Herlinde Koelbl prominente Namen in den Fokus ihrer Kameraarbeit gerückt, auch im Jahr 1989. Damals zeigte die deutsche Fotokünstlerin Porträts einer Generation deutschsprachiger Juden, die vor den Nazis ins Exil flüchten konnte. Die sehenswerte Wanderausstellung "Jüdische Portraits" zeigt Emigranten wie Bruno Kreisky oder Erich Fried. Die Verknüpfung von Bild und Text macht den Reiz der Ausstellung aus. Den ausdrucksstarken Fotos werden Interviewpassagen der Porträtierten gegenübergestellt, in denen Themen wie jüdische Tradition, Religion oder "Heimat" zur Sprache kommen.

stadtmuseumgraz, bis 14.11.


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