Kommentar

Deutschland träumt von grünen Kanzlerinnen. Und wir? Wir weinen

Grüne

Falter & Meinung | Barbara Tóth | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Es grünt in Deutschland. Bei Bundestagswahlen lägen Sozialdemokraten und Grüne in einem Kopf-an-Kopf-Rennen bei 24 Prozent. Im konservativen Bundesland Baden-Württemberg geben Umfragen den Ökos sogar 27 Prozent der Stimmen - und damit mehr als den Roten. Die Bürgerproteste gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 treiben den Grünen die Wähler nur so zu. Längst erörtern die deutschen Feuilletons nicht die Frage, ob Rot-Grün kommt, sondern wie das Land unter grüner Kanzlerschaft ausschauen könnte.

Und in Österreich? Bei uns mausert sich die linke Alternative nicht zur Volkspartei, sondern stagniert auf dem Niveau einer Viertpartei. Da muss man sich dann auch schon über Zuwächse von einem halben Prozentpunkt freuen und sie als "Trend, dass es im Herbst nach oben geht" feiern, wie es Eva Glawischnig nach den steirischen Landtagswahlen tat.

Irgendetwas ist hier gründlich schiefgelaufen, und die Erklärung dafür ist jenseits von Grabenschaukämpfen zwischen Silberrücken


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