Nachgesehen

Leila kommt zum Feiern nach 15 Jahren in ihr altes Zuhause zurück

Politik | Sibylle Hamann | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Das Integrationshaus, 15 Jahre nach dem Start nocheinmal betrachtet

Fünfzehn Jahre ist es her. Die Flüchtlinge, die damals vor dem Krieg aus Bosnien nach Österreich flohen, schliefen in Massenquartieren, nur Vorhänge trennten sie. Das muss menschenwürdiger gehen, dachten sich Willi Resetarits und einige Mitstreiter - und machten sich auf die Suche nach einem Haus.

In der Engerthstraße 163 im 2. Bezirk fanden sie es. "Boah, ist das schön", entfuhr es Resetarits, als er zum ersten Mal im Stiegenhaus stand. Mehrere tausend Menschen haben seither im Integrationshaus nicht nur Unterschlupf gefunden, sondern auch Betreuung, Ausbildung und Hilfe beim Start ins eigene Leben erhalten. Leila zum Beispiel, die als verstörtes zehnjähriges Mädchen einzog. Heute, als sprühende junge Frau, arbeitet sie am Theater.

Am Freitag kamen viele ehemalige Bewohner wieder in die Engerthstraße. Gleich gegenüber, in der Remise, feierten sie den 15. Geburtstag "ihres" Hauses. Leila natürlich auch.


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