Nachgetragen

Politik | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Wahlkampf auf der Wieden: das gallische Dorf der liberalen ÖVPler

Julia Ortner

Das schwarze Wien von Christine Marek spricht im Wahlkampf gerne von Sicherheit und Ordnung. Nur die kleine Wieden versucht es mit einem anderen Ton. "Bürgernah, offen, urban" wollen die Wiedner Schwarzen sein, über Burkaverbote denkt man hier nicht nach. ÖVP-Bezirksvorsteherin Susanne Reichard, einst LIF-Politikerin, ist mit ihrem Büro in die Wahlwerkstatt in der hippen Schleifmühlgasse übersiedelt und setzt auf eine weltoffene Tradition: "Die Wieden ist ein bunter, multikultureller Ort. Wir orientieren uns hier an den, bunten Vögeln' von Erhard Busek."

Der einstige Wiener ÖVP-Chef war mit seinen Querdenkern und einem gesellschaftspolitisch liberalen Kurs jener ÖVP-Politiker, der in den 70ern und 80ern im roten Wien reüssieren konnte. Reichard muss ihren Bezirk diesmal gegen SPÖ und Grüne verteidigen, die ihr bei der Wahl 2005 sehr nahe gekommen


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