Der Künstler verschwindet im Werk

Feuilleton | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Trip-Hop-Star Tricky ist auf "Mixed Race" wenig zu hören - und doch ständig präsent

Musikkritik: Sebastian Fasthuber

Die wichtigste Nachricht zuerst: Trickys Neunte ist gut. Nachdem er sich schon auf "Knowle West Boy" (2008) seiner Wurzeln im Elendsviertel von Bristol besann und nach verlorenen Jahren in der Rockwelt lieber Zufallsbekanntschaften wie einen Eisverkäufer mitsingen ließ als Alanis Morissette (Gast auf dem verheerenden "Blowback" aus 2001), geht es für den Außerirdischen wieder bergauf.

Seither befindet er sich in einem Produktivitätsschub. Neben ausgiebigen Touren half er Grace Jones bei ihrem Comebackwerk "Hurricane" und nahm mit den Dancehallproduzenten South Rakkas Crew eine Neufassung von "Knowle West Boy" auf, die zu originär war, um sie als Remix abzutun.

Dennoch kommt es unerwartet, wie fokussiert der ewige Kiffer auf "Mixed Race" groovt. Er bündelt Themen seines Lebens und musikalische Stile, die für ihn wichtig waren und sind, zu zehn knackigen Songs. Popsongs,


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