Fußball

Respekt! Wenn Trainer von Trainern schwärmen

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Nach dem Spiel Rapid gegen Kapfenberg, das der Favorit in letzter Sekunde 3:2 gewonnen hat, kam es zu einer wunderbaren Szene. Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch wetterte nicht, wie in solchen Fällen üblich, gegen die Schiedsrichter, den Fußballgott und eine ungerechte Welt, in der es den Großen gerichtet wird. Nein, der unterlegene Coach stimmte ein Loblied auf den siegreichen Kollegen Peter Pacult an, der gerade noch einer sogenannten Trainerdiskussion entgangen war. "Was er bei Rapid leistet, ist enorm", schwärmte Gregoritsch. "Er macht diesen stressigen Job perfekt." Zu den Ritualen des Fußballs gehört der Handschlag der Trainer nach dem Spiel. Gregoritsch nach zu schließen, handelt es sich dabei nicht um eine leere Geste - und das ist schön. Aber bei allem Respekt: Nächstes Mal sollte Rapid gegen Kapfenberg trotzdem besser spielen.


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