Was fährt denn da?

U2 Aspernstraße: Wien liegt am Meer

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Testfahrt: Joseph Gepp

Ach wie schön. Wien hat jetzt eine U-Bahn-Station, die Donaumarina heißt. Namensgeber ist ein kleines Jachthäfelchen, das in einer postindustriell-asphaltkargen Ufergegend nicht weiter auffällt. Insofern ist der Name Donaumarina eigentlich nicht gerechtfertigt. Die Station müsste vielmehr nach den umliegenden Gassen Wehlistraße oder Grünlandgasse benannt sein. Aber Donaumarina klingt so hübsch. Als würde den Wienern dieser gottverlassene Jachthafen schon irgendwann aufgefallen sein. Als wüssten sie irgendetwas mit ihren Gewässern anzufangen. Als gäbe es hier Leben, Treiben, eine Promenade. Zwar verirren sich in Wahrheit nur ein paar Jogger mit Hauptalleekoller und Radfahrer mit Donaueschingen-Delta-Ambition an diesen Flecken - aber was soll's: Ab kommenden Samstag kann man hier die Augen schließen und sich vorstellen, Wien wäre am Meer.

Dann eröffnet die zweite Ausbaustufe der U2 innerhalb von zwei Jahren. Nachdem 2008 schon EM-bedingt vom Schottenring


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