Es ist sehr kalt in diesem Wald

Steiermark | aus FALTER 39/10 vom 29.09.2010

Gisèle Vienne lud mit "This is how you will disappear" ganz herzlich zum Verschwinden ein

Spurensuche: Thomas Wolkinger

Es gibt eine eigenartige Überschneidung zwischen Arthur Millers "Hexenjagd", die gerade am Grazer Schauspielhaus zu sehen ist (siehe oben), und Gisèle Viennes "This is how you will disappear" im steirischen herbst: Beiden liegt eine Grenzüberschreitung zu Grunde, beide Male findet diese in einem Wald statt. Aber während Miller das Rauschhafte der Transgression seiner jungen "Hexen" an sich so gut wie gar nicht interessiert, so ist genau das der zentrale Moment in der Arbeit der jungen Französin im Grazer Mumuth: der Wald als Motor sowie als Projektionsfläche der Triebe der sehr schematisch gezeichneten, im weitesten Sinne Schönheit verkörpernden Figuren - ein Trainer/Bogenschütze, eine Athletin/Ballerina und ein Rockstar -, deren Schicksale über dunkle Ereignisse bis hin zum Mord miteinander verknüpft sind.

Überhaupt ist dieser Bühnenwald, in dem üppig kühler


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