Die Wiener Bürgermeister 1945 – 1970

Special | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Rudolf Prikryl

(1896–1965), parteibuchfreier Kommunist, April 45

Installateur vom Alsergrund; Schutzbündler, Spanienkämpfer. Amtierte drei Tage lang als von den Sowjets eingesetzter provisorischer Bürgermeister bis zu Theodor Körners Angelobung.

Theodor Körner

(1873–1957), SPÖ, 1945–1951

Sohn eines k.k.-Hauptmannes, der, nach einem Unfall dienstuntauglich, Aktenschreiber im Finanzministerium wurde. Trotz bitterer Armut wird er in der Stiftskaserne zum Leutnant ausgebildet. Via Volkshochschule Kontakte mit der Sozialdemokratie. 1900 Erhebung in den Adelsstand (durch die späte Ernennung des Vaters zum „Edler von Siegringen“). Nach 1918 Eintritt in die Sozialdemokratie. 1924 Bundesrat; Militärstratege beim Republikanischen Schutzbund. (Seine Schriften studierte sogar Che Guevara.) Er lernte Russisch, was ihm nach dem Zweiten Weltkrieg sehr half. Am 17. April, mit knapp 72 Jahren, wurde er von Kommandant Blagodatow als Bürgermeister bestätigt. Ein Jahr nach seiner zweiten Amtszeit,


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