„Von der Notwendigkeit, sich dem Neuen zu stellen“

Special | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Auszüge aus der Eröffnungsrede zu Wien Modern 2010

Text: Eva Kleinitz

Ein Festival mit Musik der Gegenwart bedeutet immer Auseinandersetzung mit Zeitgenössischem. Ausgangspunkt ist, dass der Zuhörer von Uraufführungen in jedem Konzert etwas Neues kennenlernt. Für ihn ist die Vergleichbarkeit mit etwas schon Bekanntem gering, stattdessen gibt er sowohl dem Komponisten als auch den Ausführenden einen Vertrauensvorschuss und ist zunächst bereit zuzuhören.

Jeder, der Aufführungen von Neuer Musik besucht, bringt seine eigene Erfahrungsgeschichte im Hören selbst mit. Mancher findet leichter zu dieser musikalischen Sprache einen Zugang, ein anderer zu jener. So gibt es bei jedem Besucher eine persönliche musikalische Vorgeschichte.

In einem anzustrebenden Idealzustand hat jedes Kind in der Schule eine musikalische Grundausbildung genossen, denn musikalische Fantasie und Vorstellungskraft stärken, wie wir genau wissen, auch andere Bereiche der Bildung und der sozialen Kompetenzen. Der


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