Die Wahrheit aber ist …

Special | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Als weise Eminenz von Wien Modern tritt Lothar Knessl noch einmal aus dem Hintergrund und bittet zum Gespräch

Rückblende: Carsten Fastner

Natürlich, die offiziellen Quellen sprechen immer nur davon, dass das Festival Wien Modern von dem berühmten Dirigenten Claudio Abbado gegründet wurde. Die Wahrheit aber ist: Wenn dieses Festival einen Vater hat, dann Lothar Knessl.

Abbados Verdienste in allen Ehren – der Italiener setzte 1988 sein Renommee und sein politisches Gewicht als damaliger Generalmusikdirektor der Stadt vehement für die Sache ein und fungierte gleichsam als offizieller Geburtshelfer.

Aber es war doch Knessl, der sich von Anfang an mit aller Leidenschaft und Kompetenz, fast möchte man sagen rührend, um das Kind gekümmert hat: als Organisator und Vernetzer, Redakteur und Dramaturg, Ideengeber und Lobbyist, Vorstandsmitglied und, bis heute, als weise Eminenz im Hintergrund – aus dem er nun doch noch einmal hervortritt.

Mit seinen 83 Jahren übernimmt Lothar Knessl eine


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