Musik als Mobile

Special | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Beweglich, variabel, schwebend: Roman Haubenstock-Ramati arbeitete am Schnittpunkt von Musik und bildender Kunst

Porträt: Walter Weidringer

Am schönsten sind die Rätsel, die verschiedene Lösungen zulassen: Man kann immer sagen, dass die Lösung (nicht) stimmt. Der zweite Schritt kann durch den ersten, der dritte durch den zweiten etc. erklärt werden: Der erste Schritt kann überhaupt nicht erklärt werden!“

Was Roman Haubenstock-Ramati einmal in Hinblick auf die formale Gestalt seiner Kompositionen festgestellt hat, mag in gewisser Weise auch für seine Biografie gelten: Niemals einer vorab fixierten, unabänderlichen Linie folgend, aber auch beileibe nicht nur von Willkür und Zufall bestimmt, wirken Leben und Werk von „RHR“ (so sein kubistisch anmutendes, eckiges Monogramm in der deutlichen Schräglage nach rechts) bis heute unvermindert faszinierend.

Verschlungene Pfade

Am 27. Februar 1919 in Krakau geboren und damit knapp nicht mehr Untertan der versunkenen Donaumonarchie, sondern

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