Die Faszination des Übergangs

Special | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Auf der Schwelle: Inspiriert vom Glauben schreibt Mark Andre eine Musik zwischen Realität und Virtualität

Porträt: Marie-Therese Rudolph

Wer diese Musik hört, sich ihr aussetzt, wird vom Zuhörenden zum Hörenden, zum Beobachtenden, zum Wahrnehmenden, zum Ahnenden, will sagen: zum Fühlenden, will sagen: zum Denkenden, will sagen: zum Fragenden, will sagen: zum Entdeckenden seiner eigenen Sensibilität, seiner Reflexionsreflexe, vielleicht seiner eigenen, kriminellen Energien‘. Ein solcher innerer Öffnungsprozess als Kunsterlebnis sollte und wird, bei aller Bescheidenheit, Reserviertheit, bei allen Vorbehalten unserer Erwartungen an Utopien, letztlich vielleicht sogar eine heitere Glückserfahrung sein.“

Selten findet ein Lehrer solch enthusiastischen Worte für einen ehemaligen Schüler wie hier Helmut Lachenmann in einer Laudatio auf Mark Andre anlässlich der Verleihung des Christoph- und-Stephan-Kaske-Preises 2006 an den 1964 in Paris geborenen Komponisten. Sie lassen erahnen,


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