Ingmar Bergmans Mysterienspiel der Nachkriegsmoderne: „Das siebente Siegel“

Joachim Schätz
Special, FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Und als das Lamm das siebente Siegel auftat, entstand eine Stille im Himmel etwa eine halbe Stunde lang.“ – Aus diesem Satz aus der Offenbarung des Johannes bezog Mark Andre den Titel für sein Trio „… als …“ (siehe Artikel links), das bei Wien Modern an einem Abend mit Ingmar Bergmans ebenfalls auf diese Bibelstelle assoziierendem Filmklassiker „Das siebente Siegel“ (1957) kombiniert wird.

Dieses in Cannes ausgezeichnete Mysterienspiel über den Kreuzritter Antonius Block und dessen Schachpartie mit dem Tod gilt nicht nur als Musterexemplar einer philosophisch ambitionierten Kinomoderne, sondern auch als popkulturelle Marke – spätestens seit Scott Walker 1969 sein Album „Scott 4“ mit der donnernd arrangierten Inhaltsangabe von „The Seventh Seal“ eröffnete: „Anybody seen a knight pass this way? / I saw him playing chess with Death yesterday.“

„Das siebente Siegel“ kennt man eben – und wenn nicht, dann kennt man zumindest die etlichen Referenzen und Aneignungen,

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