Tipps

Irrfahrt durch Europa: Debüt von Mathias Énard

Lexikon | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Vor zwei Jahren erschien im Berlin Verlag Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten" in deutscher Übersetzung. Mit "Zone", dem ersten Roman des Franzosen Mathias Énard (Jg. 1972) hofft der Verlag, wieder für Aufruhr im Feuilleton zu sorgen. Énard verbindet mit Littell zweierlei: Er macht keine halben Sachen ("Ich wollte ein zeitgenössisches Epos schreiben", sagt er) und er wühlt gern im politisch-historischen Dreck. Der Erzähler seines Romans ist ein Agent des französischen Geheimdienstes, der Listen von Kriegsverbrechern und Waffenhändlern an den Vatikan verkaufen will. Auf dem Weg dorthin lässt er seinen Erinnerungen - etwa an den Balkankrieg - freien Lauf. Buchpräsentation mit dem Autor und Klaus Zeyringer (Moderation). sf

Hauptbücherei, Di 19.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige