Musiktheater Kritik

Freiheit, Gleichheit, Burnout: "Dantons Tod"

Lexikon | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Die großen Theorien von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit haben versagt, die Protagonisten der Französischen Revolution wenden sich gegeneinander: In seiner dramatisch-wuchtvollen Oper "Dantons Tod" (1947, nach Georg Büchner) erzählt Gottfried von Einem vom Konflikt zwischen dem Ideologen Robespierre und dem Lebemann Danton. Die Neue Oper Wien wuchtet diesen Brocken unter Walter Kobéras Dirigat routiniert auf die Bühne der Halle E. Leonard Prinsloos Inszenierung überzeugt vor allem durch eindrucksvolle Massenszenen mit dem glänzend disponierten Wiener Kammerchor. Schade nur, dass neben Mathias Hausmann (Danton) keiner der anderen Solisten so recht bestehen kann. CF

Museumsquartier, Halle E, Sa, So 19.30


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