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Money, Money, Money - Geld regiert die Welt

Lexikon | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Bankbeamte, Kassierer und Gelddruckerinnen - im Zoom Kindermuseum klingelt die Kasse. In der aktuellen Herbstausstellung "Moneten, Kies und Kröten" geht's um das liebe Geld. Zunächst wird Geld gedruckt, mit allen Sicherheitsmerkmalen versteht sich. Die in der Nationalbankstation hergestellten Zoomis dienen innerhalb der Ausstellung als Zahlungsmittel. Mit dem Geldtransporter, begleitet von der Securitys, gelangen die Zoomis in die Bank. Dort legen Bankkunden ihr Geld in Aktien an. Ein Glücksrad entscheidet, ob die Aktie in ihrem Wert steigt oder fällt, fast wie im echten Leben. Andere shopen sich happy oder vernichten ihr Vermögen im Vergnügungspalast mit Windkanal, Disco und Fitnessstudio. Insgesamt laden elf Spielstationen zum Geldausgeben, Geldverdienen oder einfach mal Nachdenken über Geld ein. Was gibt es nicht zu kaufen, was ist unbezahlbar oder wie lange muss gespart werden, um sich kleine oder große Wünsche zu erfüllen?

Im heurigen Jahr der Armutsbekämpfung thematisiert die Ausstellung auch die weltweite Verteilung des Geldes mit sechs Hörstationen: Kinder mit unterschiedlichem sozialem und ökonomischem Umfeld erzählen über ihren Lebensalltag. Dabei liegen die Besucherinnen und Besucher auf den entsprechenden Betten: Die indische Prinzessin kann sich auf einem prunkvollen Himmelbett breitmachen, das ukrainische Straßenkind rollt sich auf Pappkartons zusammen. In der Schau kann aber auch real verkauft werden: Selbstgemachte Buttons werden verkauft, das eingenommene (reale) Geld wird an zwei (reale) Projekte gespendet. Im Begleitprogramm finden sich Filme in Cinemagic, eine Tauschbörse, Aktionstage der Münze Österreich und Kindervorlesungen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, eine Reservierung wird empfohlen. LK

Zoom Kindermuseum, bis 27.2.


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