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Kurz besprochen:Gemischter Satz

Lexikon | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Debüt

Silvia Pistotnig: Nachricht von Niemand. Skarabaeus, 236 S., ? 19,90

Luise und die Krise: Die Protagonistin kämpft einen ermüdenden Dreifrontenkrieg. Die joblose Zeit, die sie eigentlich zum Verfassen ihrer Diplomarbeit nutzen wollte, dauert schon zu lang an. Ihre verrückte Mutter macht immer wieder Sorgen. Und die Affäre mit einem, gelinde gesagt, emotional distanzierten Juristen, scheint nirgendwohin zu führen. Dann bekommt sie Elektropost von einem Unbekannten - was hier weniger auf einen Glattauer'schen Flirt als auf wechselseitigen Seelenstrip rausläuft: "Ich weiß nicht, ob ich meine Mama hassen darf, aber ich glaub, ich tu es. "

"Nachricht von Niemand" ist ein Entwicklungsroman über eine, die spät, aber doch erwachsen wird. Stilistisch geht die Autorin manchmal etwas sorglos ans Werk. Die Liebesszenen könnten so ähnlich auch in einem gehobenen Arztroman stehen. Und die finale Pointe ahnt man früh voraus. Dennoch: Pistotnig (Jg. 1977) legt hier ein Debüt vor, das ebenso


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