Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Der Tod ist ein Scheißkerl, das muss a) auch einmal, b) aus triftigem Anlass und c) trotz redaktionsinterner Einigung darauf, die Koprolaliebremse wieder etwas fester anzuziehen ("Ficker" und "Arsch" auf einem Cover war dann doch etwas zu viel), gesagt werden. Wenn der grimmige Schnitter in einer Woche nicht nur Tony Curtis und Arthur Penn (siehe Seite 41), sondern auch noch den Architekten Johannes Spalt (Jg. 1920) und die Südtiroler Alpinallroundlegende (Wolfgang Kralicek und ich im Duett, das für manche kryptisch klingen und für diesmal auch bleiben wird: "der Geierschnabel!!") dahinrafft, bitten wir es nicht als Respektlosigkeit oder bloße obituary fatigue auszulegen, aber da fehlt es einfach an Platz und Kraft. Wir bitten um Nachsicht.

Viel Platz und Kraft hat die Politikredaktion dafür aufgewandt, die je zwei Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten, die in Wien ein zweistelliges Wahlergebnis erzielen werden, zu interviewen. Wie es ausgehen wird, weiß man nicht ganz genau, wissen aber alle so in etwa, genauere Prognosen - gar in Hinblick auf die Zukunft (siehe Seite 41) - abzugeben, hütet sich nicht nur der Herr Professor Filzmaier, sondern hüten auch wir uns. Überhaupt haben wir aus unseren Fehlern gelernt und verschonen Sie dieses Jahr mit Kampagnen, Aufrufen und Ermunterungen, endlich und wann, wenn nicht jetzt, eine Wende zum Besseren wählend herbeizuführen, denn immer, wenn wir dies taten, ist es einigermaßen anders gekommen. Redaktionsintern hatte sogar das Liberale Forum schon mal die absolute Mehrheit - auch hier ersuchen wir stark um Nachsicht.


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