Seinesgleichen geschieht

Wien wählt. Worum es wirklich geht

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Müllattacken im Briefkasten - Bürgerinformation. Inserate satt in Österreich - Pressefreiheit. Blaubeschirmte Stände, in der Morgendämmerung von kurzgeschorenen Gesellen aufgebaut - FPÖ-Werbung. Grölende Privat-TV-Massen versus Staatsfunk-Fadesse - öffentlicher Diskurs. Bald vorbei. Am Sonntag wählt Wien. Ich wette, Michael Häupl wird gewinnen und meine alte Prognose erfüllen, der am Stück längstdienende Wiener Bürgermeister der Geschichte zu werden. Bisher: Konrad Poll (1288-1305 und vor 1285 ein paar Zerquetschte); Häupl wurde 1994 Bürgermeister, wenn er bis 2012 durchhält, stellt er den Rekord auf. Mich wundert, dass die Wahlwerbung diesen Schlager ausgelassen hat: Macht Häupl zum Längsten!

Worum geht es also bei dieser Wahl? Auf den ersten Blick darum, ob Michael Häupl und seine SPÖ weitere fünf Jahre allein regieren können oder in einer Koalition (vermutlich mit der ÖVP) regieren werden müssen. Und darum, wie viel Prozent Zuwachs die Antimustafisten erhalten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige