Kommentar

Der Zug für Schwarz-Grün ist in Stuttgart abgefahren

Deutschland

Falter & Meinung | Barbara Tóth | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Es sind Bilder, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Ein Pensionist, der aus beiden Augen blutet, nach dem er von Ordnungskräften mit einem Wasserwerfer attackiert wurde. Eine Unternehmerin, die sich schüchtern unter die protestierenden Schüler mischt. Verunsicherte Polizisten, die fürchten, mit Schlagstöcken ihren eigenen Kindern gegenüberzustehen. Sie alle zeigen, wie die Proteste gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 nach dem Polizeieinsatz vom vergangenen Wochenende entglitten sind. Von Bürgerkrieg ist die Rede, und davon, dass Deutschland nach diesem Wochenende anders geworden ist. Aber was heißt anders?

Viele mag die Politik mit dem Schlagstock, die der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Stefan Mappus praktiziert, an die Auseinandersetzungen rund um die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf Mitte der 80er erinnen. Oder, aus österreichischer Sicht, an den Kampf gegen das Wasserkraftwerk Hainburg - und damit an die Geburtsstunde der Grünen.

Damals gab es tatsächlich


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