Kolumne

Zwei Jahre nach der Krise prägt die äußerste Rechte Europa

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Damit ihm auch ganz sicher niemand dreinreden kann, ist Geert Wilders formell das einzige Mitglied seiner Freiheitspartei PVV. Islamische Niederländer provoziert er mit der Beschimpfung Mohammeds als Mörder und Pädophilen. Den Koran vergleicht er mit "Mein Kampf". Die permanente Hetze gegen die größte Minderheit des Landes hat den Rechtsaußen-Entertainer mit den gebleichten Haaren wegen Volksverhetzung vor Gericht und dank des Erfolgs bei den Wählern an die Macht gebracht. Die zukünftige bürgerliche Regierung in Den Haag wird von der Unterstützung der Rechtsextremen abhängen. Integrationsprojekten wird das Geld gekürzt, die Burka wird verboten, jubelt Wilders. Zwei Jahre nach Beginn der Weltwirtschaftskrise prägt die äußerste Rechte den politischen Diskurs in Europa. Was vor Jahren noch als alpine Besonderheit à la Haider-Bossi-Blocher galt, hat sich auf den ganzen Kontinent ausgebreitet.

Noch sitzt Schweden der Schock über den Einzug der Rechtsextremen in den Reichstag


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