Sind Sie noch authentisch, Frau Marek?

Politik | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Einst Vorzeigeliberale, heute eiserne Gouvernante der Wiener ÖVP. Christine Marek erklärt, in welcher Rolle sie sich wohler fühlt

Interview: Stefan Apfl Barbara Tóth

Die neue Chefin der Wiener ÖVP hat es nicht leicht. Kaum bekannt, musste sie sich binnen kürzester Zeit neben dem omnipräsenten Michael Häupl und dem lauten Heinz-Christian Strache positionieren. Ist das gelungen?

Falter: Frau Marek, wir lesen Ihnen zwei Aussagen vor, und Sie sagen uns, von wem sie stammen. "Ausländer sollen die Chance bekommen, sich einzuordnen und nicht unterzuordnen."

Christine Marek: Hmm.

"Ich will Integration nicht mehr nur nach dem Sicherheitsaspekt machen."

Marek: Das Zweite, glaube ich, habe ich gesagt. Dazu stehe ich auch. Das Erste weiß ich nicht.

Es stammt auch von Ihnen, vom 17. Juni 2007, als Sie gerade zur Integrationssprecherin der ÖVP ernannt wurden.

Marek: Beides ist bis heute richtig und steht in keinem Widerspruch zu dem, was ich im Wahlkampf sage.

Wenn man sich Ihre Plakate wie "Reden


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