Partymaus und Vorzeigemutter

Politik | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Heinz-Christian Strache will mit "freien Frauen" und nackten Nixen bei der Wien-Wahl punkten. Wie sieht das Frauenbild der FPÖ aus?

Analyse: Vera Bandion, Katharina Mittelstaedt

Muscheln und Algen verdecken Brustwarzen und Scham der nackten Nixen. Die schmachten einen "feschen, jungen Kerl namens HC" an. Das steht zumindest in der Sprechblase über den Köpfen der vollbusigen Sagenfiguren, die für einen Wahlcomic der Wiener FPÖ gezeichnet wurden. Diese "Sagen aus Wien" sorgten vergangene Woche für Aufregung, weil darin plumpe Wahlpropaganda gegen Muslime gemacht wird. Was weniger Beachtung fand: In dem Comic sind viele leichtbekleidete Frauen zu sehen, darunter die Nixen. "Du kannst sie auch in den Tanzstuben treffen und wirst sie kaum von den übrigen Mädchen unterscheiden können", ist dort zu lesen. Die Geschichte dieser Nixen erzählt von nächtlichen Stadttouren und der Emanzipation vom strengen Vater.

Im Wiener Wahlkampf gibt sich die FPÖ als Retter des schwächeren Geschlechts.


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