Eine Streitschrift gegen bornierte Sozialdemokraten

Politik | aus FALTER 40/10 vom 06.10.2010

Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat ein lesenswertes Buch für alle, deren Herz links schlägt, geschrieben

rezension: Werner Perger

Manchmal kommt ein politisches Buch zur rechten Zeit. "Unterm Strich", die Bilanz des deutschen Sozialdemokraten Peer Steinbrück von vier heißen Jahren als Finanzminister in der großen Koalition, ist so eins. Informativ, streitlustig, polemisch, sogar unterhaltsam. Steinbrück teilt aus, die Zeiten sind danach.

Geschont wird niemand. Die etablierten Parteien, besonders die Sozialdemokratie, ideenlose Parteifunktionäre ("Sprachrohr ohne Eigenschaften"), ideologische Orthodoxie aller Art, die Medien, besonders der Boulevard, und sozial ignorante "Wirtschaftseliten", alle kommen dran. Dazu noch ein herzhafter Gruß an den eigenen Laden: "Selbst eine 150-jährige Geschichte bietet keine Garantie dafür, dauerhaft Volkspartei zu bleiben, wie die SPD gerade schmerzlich erfährt." Sie und die anderen, quer durch Europa.

Inzwischen schwächeln


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